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Stadtentwicklung
Business Improvement Districts (BIDs)/
Gesetz zur Stärkung von innerstädtischen Geschäftsquartieren (INGE)Ein BID ist ein räumlich definierter, meist innerstädtischer Bereich (meist Quartier oder Straßenzug), in dem sich Grundeigentümer und weitere Akteure für einen festen Zeitraum zur Verbesserung des Umfelds zusammenschließen, sofern sich eine Mehrheit von ihnen dafür ausspricht. Die Finanzierung erfolgt über eine Pflichtabgabe aller im betreffenden Bereich. Das Budget wird selbst verwaltet.
Ihren Ursprung fanden die BIDs 1970 in Toronto, wo sich eine Gruppe von Gewerbetreibenden zusammenfand, um einem Abfließen der Kaufkraft in periphere Einkaufsstandorte entgegenzuwirken. Das seither sehr erfolgreiche Modell wurde in den 80er Jahren in den USA weiterentwickelt und durch Landes- und Gemeindegesetze verankert. Heute existieren über 1.200 BIDs in Nordamerika, Australien, Neuseeland, Südafrika, Jamaika und Brasilien.
Im September 2005 wurde ein Entwurf für eine landesrechtliche Regelung in den Hessischen Landtag eingebracht. Noch vor Weihnachten 2005 verabschiedeten die Parlamentarier im Landtag das Gesetz zur Stärkung von innerstädtischen Geschäftsquartieren (INGE).
Es trat am 1. Januar 2006 in Kraft. Somit besteht seitdem auch in Hessen die Möglichkeit der Gründung von Hauseigentümerinitiativen nach dem Modell der Business Improvement Districts (BIDs). Hessen ist nach Hamburg das zweite Bundesland, in dem das möglich ist.
Mögliche Projekte in solchen BIDs gehen von einem verbesserten Marketing bis hin zu baulichen Maßnahmen im öffentlichen Raum. Sogenannte Trittbrettfahrer haben keine Chance. Denn das Besondere an BIDs ist, dass nach einem demokratischen Votum alle Nutznießer an der Finanzierung von Maßnahmen beteiligt werden. Die Initiative zur Gründung eines sogenannten Innovationsbereichs geht von den Hauseigentümern und Gewerbetreibenden im Quartier aus. Eine Gruppe von aktiven Personen entwickelt ein Konzept zur Aufwertung ihres Quartiers und stellt bei der Stadt einen Antrag für die Gründung eines Innovationsbereichs. Dann haben die Hauseigentümer im Gebiet die Möglichkeit über einen Maßnahmen- und Finanzierungsplan abzustimmen. Sollten sich nicht mehr als ein Viertel der Eigentümer gegen das Konzept aussprechen, werden die Ideen umgesetzt. Somit kann das umgesetzt werden was die große Mehrheit will und das wird dann von allen finanziert. Im Vergleich zu den bereits bestehenden Werbegemeinschaften und Gewerbevereinen werden solche INGE-Innovationsbereiche in der Regel eher langfristiger ausgerichtete Projekte verfolgen, wie z.B. den Umbau eines Straßenzugs oder ein besonderes Beleuchtungskonzept. Das INGE-Gesetz lässt aber auch Raum für andere Ideen, wie z.B. ein Leerstandmanagement oder auch Veranstaltungen und Werbemaßnahmen.Ein 23-seitiger "Leitfaden BID's und INGE in Hessen - Hilfestellung zur Stärkung der Eigeninitiative" (1,8 MB) des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen IHKs stellt die Idee der BIDs vor, informiert über BIDs in Deutschland und speziell in Hessen und beantwortet häufige Fragen. Eine Link-Liste sowie Hintergrundinformationen am Beispiel Gießen runden die Informationen ab.
Um Städte und Gemeinden - und damit auch den ansässigen Unternehmen - bei der Planung und Umsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu unterstützen, stellen das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und die HA Hessen Agentur einen vielfältigen "Instrumentenkoffer" zur Verfügung.
Über Aktuelles rund um das Modell der Business Improvement Districts (BIDs) in Deutschland berichtet der BID-Impulskreis der IHK-Organisation in einem Newsletter. Er greift internationale Entwicklungen beim Einsatz von Business Improvement Districts auf und berichtet von der BID-Gesetzeslage in den einzelnen Bundesländern. Zudem werden zahlreiche Einzelprojekte vorgestellt.
BIDNEWS 10/2010
Stand: 15. Juni 2010
BIDNEWS 09/2010
Stand: 25. Januar 2010
BIDNEWS 08/2009
Stand: 05. Oktober 2009
BIDNEWS 07/2009
Stand: 23. Juni 2009
BIDNEWS 06/2008
Stand: 10. Februar 2009
BIDNEWS 05/2008
Stand: 1. Oktober 2008
BIDNEWS 04/2008
Stand: 25. Juni 2008
BIDNEWS 03/2008
Stand: 27. Februar 2008
BIDNEWS 02/2007
Stand: 8. Oktober 2007
BIDNEWS 01/2007
Stand: 2. Juli 2007
Kontakt
IHK Limburg
Walderdorffstraße 7
65549 Limburg, Lahn
David Rickert
Geschäftsbereichsleiter Starthilfe und Unternehmensförderung
Tel.: 06431/210-130
Fax: 06431/210-205
E-Mail: d.rickert@limburg.ihk.de