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Krisenbewältigung
Eine Krise ist keineswegs etwas, das immer nur "den anderen" passiert. In Zeiten von hoher Risikosensibilisierung der Öffentlichkeit, sozialem Konfliktpotenzial und allgemein hohen Sicherheitsstandards kann jede unternehmerische Fehlentscheidung blitzschnell zu einer Krise führen. Risiko- und Krisenmanagement rückt daher auch in kleinen und mittelständischen Betrieben mehr und mehr ins Blickfeld der Verantwortlichen. Klar sollte jedoch auch sein: Unternehmenskrisen gehörten schon immer zum Alltag der unternehmerischen Tätigkeit. Die Ursachen können von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, über neue Marktanforderungen bis zu Managementfehlern reichen. Um Unternehmenskrisen bewältigen zu können, ist Grundvoraussetzung, frühzeitig und konsequent mit einem wirksamen Krisenmanagement an den tatsächlichen Ursachen anzusetzen.
Die ganz konkrete Hilfe, die die IHK - in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium und der KfW - ihren Mitgliedsunternehmen in wirtschaftlich schwieriger Situation bieten kann, heißt Runder Tisch. Details finden Sie hier.
Im Auftrag der Bundesregierung koordiniert der Kreditmediator Deutschland bei gravierenden Finanzierungsproblemen als bankenunabhängiger, neutraler Vermittler das Mediationsverfahren zwischen Unternehmen und Kreditwirtschaft . Ziel ist es, geeignete Wege für eine Lösung zwischen allen Beteiligten zu erarbeiten und damit für Vorhaben eine Finanzierung zu ermöglichen. Die Industrie- und Handelskammern unterstützen den Kreditmediator . Sie werden in den Regionen Unternehmen, Hausbank und Förderinstitute zu "Mediationstischen" einladen. Dabei geht es durchweg um schwierige Konstellationen. Wenn aber alle Beteiligten konstruktiv herangehen, lässt sich in manchen Fällen doch noch eine Lösung finden. Klar ist aber: Es gibt kein Grundrecht auf Kredit. Die letzte Entscheidung trifft immer das Kreditinstitut. Denn die Bank darf kein Risiko übernehmen, dass sie gegenüber den Sparern und Eigentümern nicht verantworten kann. Es geht bei der Kreditmediation nicht darum, einzig die Kreditinstitute zur Suche nach Lösungen zu bringen. Kreditgesuche scheitern auch an den eingereichten Unterlagen des Unternehmens. Deshalb kommt dem Unternehmer selbst eine wichtige Rolle zu. Er kann wichtige Anstöße geben, damit das Verfahren nochmals ins Rollen kommt. Dafür muss das Unternehmen ggf. seine Finanzkommunikation überdenken. Gibt es evtl. wichtige Informationen, die der Bank noch nicht vorliegen? Sind noch Eigenleistungen möglich? Aber auch die Frage nach dem Einsatz von Förderinstrumenten, die der Staat aufgrund der Finanzmarktkrise geschaffen hat, spielt eine Rolle. Details unter www.kreditmediator-deutschland.de.
"Agendacutting", "Issue Management", "SWOT", "Krisen-" versus "Risikokommunikation" - die gängige Terminologie hinsichtlich einer Krise und deren Bewältigung ist umfassend, allgegenwärtig, aber keinesfalls immer verständlich. Als Wörterbuch zur Krisenvorbeugung gibt der DIHK-Leitfaden "Krisen-PR von A - Z" einen Überblick über Begriffe, die innerhalb einer Unternehmenskrise relevant werden können. Er erklärt, beschreibt und bewertet kurz, knapp und verständlich Instrumente und Vorgehensweisen, die helfen können, eine Unternehmenskrise zu meistern. Information/Bestellung
Falls trotz aller Bemühungen die Insolvenz droht, informieren wir über die rechtlichen Rahmen.
In wirtschaftlich schwierigen Situationen, bei finanziellen Engpässen ist für die Unternehmer die Begleichung der Verbindlichkeiten bei Lieferanten oder die Bedienung der Kreditlinien existenziell für die weitere wirtschaftliche Tätigkeit. Auch die Zahlung von Löhnen und Gehältern sehen sie oftmals als ihre vorrangige Arbeitgeberpflicht an. In der Konsequenz können dann nicht selten die außerdem abzuführenden laufenden Steuern, die Beiträge an die Sozialversicherungsträger und an die Berufsgenossenschaften nicht mehr zeitgleich bzw. gar nicht entrichtet werden. Viele Unternehmer wissen nicht, dass insbesondere anhaltende Rückstände bzw. schleppende Zahlungen gegenüber dem Finanzamt oder den Krankenkassen zur Einleitung von Gewerbeuntersagungsverfahren durch das Regierungspräsidium führen können. Durch die Nichteinhaltung ihrer öffentlichen Pflichten sind sie im Sinne der Gewerbeordnung unzuverlässig geworden. Tipps bei drohender Gewerbeuntersagung gibt unser Merkblatt.
Kontakte (Auswahl)
IHK Limburg
Walderdorffstraße 7
65549 Limburg, Lahn
David Rickert
Geschäftsbereichsleiter Starthilfe und Unternehmensförderung
Tel.: 06431/210-130
Fax: 06431/210-205
E-Mail: d.rickert@limburg.ihk.de
Ass. jur. Marc Geilenkirchen
Stab: Recht und Fair Play
Tel.: 06431/210-120
Fax: 06431/210-205
E-Mail: m.geilenkirchen@limburg.ihk.de
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