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Unternehmensnachfolge
Ergebnisse von IHK-Umfragen zur Unternehmensnachfolge (Auswahl)DIHK-Nachfolgereport
DIHK-Nachfolgereport 2011 - "Fachkraft Chef" gesucht!
DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben: "Die "Fachkraft Chef" wird immer mehr zum Engpass in der Unternehmensnachfolge. Inzwischen hat bereits mehr als jeder dritte Unternehmer große Schwierigkeiten, den richtigen Nachfolger für seinen Betrieb zu finden. Allein 2010 wurden infolgedessen rund 1.800 Unternehmen mit insgesamt mehr als 23.000 Arbeitsplätzen aufgegeben. Die Gründe sind vielfältig: Oft mangelt es potenziellen Nachfolgern an der notwendigen Qualifikation. Andere unterschätzen schlicht die Anforderungen einer Unternehmensübernahme, zu der die Finanzierung gehört, die Gründungsinteressierte als Hemmnis Nummer eins angeben. Abschreckend wirken zunehmend auch Verpflichtungen, die mit der der Erbschaftsteuerbefreiung einhergehen, oder die vielfach überzogenen Preisvorstellungen der Seniorunternehmer.
All diese Faktoren, die eine Übergabe erschweren, werden durch die demografische Entwicklung erheblich verstärkt. Daraus müssen dringend Konsequenzen gezogen werden. Heute dauert eine Unternehmensübernahme im Schnitt 3 Jahre, im Einzelfall sehr viel länger - in Zukunft werden Unternehmer noch frühzeitiger mit der Suche beginnen müssen. Aber wir alle, Wirtschaft und Politik müssen viel stärker die Selbständigkeit als berufliche Alternative zur Anstellung ins Bewusstsein der jungen Leute bringen - beispielsweise durch Verankerung in den Lehrplänen. Zudem ist die Politik aufgefordert, zur Unternehmenssicherung stärker beizutragen, indem sie bürokratische Hürden, beispielsweise bei der Erbschaftsteuer, konsequent abbaut."
Auch der DIHK-Nachfolgereport 2009 basiert wieder auf über 23.000 Gesprächen zur Unternehmensnachfolge, die die IHKs bundesweit mit Unternehmen, die ihren Betrieb übergeben wollen, als auch mit Gründern, die ein Unternehmen zur Übernahme suchen, geführt haben. Kernergebnisse sind:
Die Wirtschafts- und Finanzkrise trifft den Generationswechsel im deutschen Mittelstand. Die Finanzierung stellt das größte Problem dar, wenn sich ein Unternehmer ausgerechnet jetzt einen Nachfolger außerhalb der Familie suchen muss. Jeder zweite Nachfolger steht hier vor Schwierigkeiten. Eine erfolgreiche Nachfolgeregelung ist damit allein durch die Finanzierung bei 17.000 Unternehmen mit rund 160.000 Beschäftigten gefährdet. Gewinn- und Umsatzeinbrüche durch die Krise schmälern den Unternehmenswert. Die Preisvorstellungen von Übergeber und Nachfolger fallen dadurch künftig wieder weiter auseinander.
Der DIHK-Nachfolgereport 2008 basiert auf mehr als 23.000 IHK-Kontakten zu Senior-Unternehmern und potenziellen Übernehmern im Jahr 2007. Wie schon im Jahr 2006 wandten sich auch 2007 pro Arbeitstag fast 100 Senior-Unternehmer und Nachfolgeinteressenten an ihre IHK, um Fragen zur Unternehmensnachfolge zu klären. Kernergebnisse sind:
Die diskutierte Reform der Erbschaftsteuer verunsichert den Mittelstand. Die Reform wird immer mehr als Hemmnis für eine erfolgreiche Fortführung des Familienunternehmens gesehen. 27 Prozent der Senior-Unternehmer - und damit 8 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr - befürchten, dass die Erbschaftsteuer der Fortführung der Fortführung der betrieblichen Tätigkeit im Wege steht. Damit erwägen viele Senior-Unternehmer den Verkauf ihres Unternehmens oder sgar dessen Zerschlagung. 43 Prozent der Senior-Unternehmer tun sich schwer damit, emotional "loszulassen". Doch betriebswirtschaftliche Vorbereitung und Begleitung der Nachfolge ist nur eine Seite der Nachfolge. Auch emotional müssen sich die Senior-Unternehmer mit ihrer neuen Rolle arrangieren. Fällt eine Nachfolgeregelung in der Familie aus - beispielsweise, weil die Erbschaftsteuerreform eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Fortführung des Familienunternehmens unmöglich macht - beginnt die schwierige Suche nach einem familienexternen Nachfolger. Die IHK-Erfahrunge zeigen, dass es weiterhin ein ausgeprägtes Matching-Problem bei der Nachfolge im Mittelstand gibt: Für 39 Prozent der Senior-Unternehmer ist es schwierig, den geeigneten Nachfolger zu finden. Auch 39 Prozent der potenziellen Nachfolger haben Probleme bei der Suche nach einem Unternehmen, das ihren Vorstellungen entspricht. Zusammen genommen sind damit die Schwierigkeiten bei der Nachfolgersuche im Jahr 2007 gestiegen.
Der DIHK-Nachfolgereport 2007 basiert auf den IHK-Kontakten zu Senior-Unternehmern und potenziellen Übernehmern im Jahr 2006. Fast 100 Interessenten wandten sich pro Arbeitstag an ihre IHK, um Fragen zur Unternehmensnachfolge zu klären. Insgesamt verzeichneten die IHKs 2006 mehr als 23.000 Kontakte mit meist kleinen und mittleren Unternehmern, die ihren Betrieb an einen Nachfolger übergeben möchten, und mit potenziellen Nachfolgern. Kernergebnisse sind:
Im Mittelstand gibt es ein Matching-Problem: Jeweils ein Drittel aller Unternehmer sowie aller potenziellen Übernehmer berichten ihrer IHK, dass sie keine geeigneten Nachfolger bzw. keine passenden Unternehmen finden. 22 Prozent der potenziellen Übernehmer und 19 Prozent der Senior-Unternehmer berichten ihrer IHK, dass die abzusehende Erbschaftsteuerbelastung einer Weiterführung des Unternehmens innerhalb der Familie im Wege steht.
Unternehmensbarometer
Regelmäßig befragt die IHK-Organisation ehrenamtlich bei den IHKs engagierten Unternehmern im Rahmen ihres Unternehmensbarometers zu aktuellen wirtschaftspolitischen und gesellschaftlichen Themen. Über 1.100 Unternehmen, darunter auch die Mitglieder der Vollversammlung der IHK Limburg, beteiligten sich bundesweit an der Online-Befragung "Beteiligungskapital und Unternehmensnachfolge in Zeiten von Basel II". Einige wichtige Aussagen der im Januar 2007 veröffentlichen Ergebnisse sind:
Kleine Unternehmen und der Handel sehen Basel II kritischer als im Jahr 2002. Der schwierigere Zugang zu Krediten wird von allen Unternehmen als größtes Risiko angesehen. Jedes vierte Unternehmen hält die Aufnahme von Beteiligungskapital für eine Option. Gründer und junge Unternehmen zeigen die größte Bereitschaft zur Aufnahme von Beteiligungskapital. Bei der Unternehmensnachfolge sind jährlich rund 43.000 Unternehmen mit 150.000 Beschäftigten von einem Verkauf oder einer Schließung betroffen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen übergibt das Eigentum und das Management innerhalb der Familie.
Die nachfolgespezifischen Ergebnisse dieser Umfrage sind in der DIHK-Studie "Unternehmensnachfolge" zusammen gefasst. Sie zeigen, dass im Falle des Generationenwechsels
knapp 60 Prozent der Unternehmen sowohl Eigentum als auch Unternehmensleitung innerhalb der Familie halten wollen, mehr als 20 Prozent der Unternehmen planen, das Eigentum in der Familie zu halten, aber externe Manager für die Unternehmensführung suchen, rund 15 Prozent das Unternehmen verkaufen müssen, weil es keinen geeigneten Nachfolger innerhalb der Familie gibt, für mehr als drei Prozent der Unternehmen unbefriedigende wirtschaftliche Perspektiven Grund für einen Verkauf sind und fast zwei Prozent der Unternehmen davon ausgehen, den Betrieb im Falle des Generationenwechsels schließen zu müssen.
Kontakte (Auswahl)
IHK Limburg
Walderdorffstraße 7
65549 Limburg, Lahn
David Rickert
Geschäftsbereichsleiter Starthilfe und Unternehmensförderung
Tel.: 06431/210-130
Fax: 06431/210-205
E-Mail: d.rickert@limburg.ihk.de
Ass. jur. Marc Geilenkirchen
Stab: Recht und Fair Play
Tel.: 06431/210-120
Fax: 06431/210-205
E-Mail: m.geilenkirchen@limburg.ihk.de
Silvia Kremer / Almuth Hohlwein
Service-Center
Tel.: 06431/210-160
Fax: 06431/210-205
E-Mail: s.kremer@limburg.ihk.de / a.hohlwein@limburg.ihk.de
Agentur für Arbeit
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
u. a. Förderdatenbank, Mehrsprachiges Existenzgründerportal
Bürgschaftsbank Hessen
HA Hessen Agentur GmbH
KfW-Bankengruppe
KfW-Mittelstandsbank
u. a. Gründerzentrum, Beraterbörse
Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen
RKW Hessen GmbH
Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH
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