Finanzielle Förderung

Aufstiegsprämie


Im Rahmen der Aufstiegsfortbildung gewährt das Land Hessen für erfolgreich abgelegte Prüfungen als Industriemeisterin und Industriemeister oder Fachmeisterin bzw. Fachmeister im Jahr 2018 eine Aufstiegsprämie in Höhe von 1.000 Euro.

Voraussetzungen

Ab 1 Januar 2022 ändern sich die Voraussetzungen für die Beantragung der vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen geförderte Aufstiegsprämie.
Nunmehr können auch Fortbildungsabsolventinnen und -absolventen eine Förderung beantragen, die ihre Prüfung aus persönlichen Gründen außerhalb von Hessen abgelegt haben, selbst wenn die betreffende Prüfung in Hessen hätte abgelegt werden können. Voraussetzung ist in diesem Fall, dass die Antragstellerin bzw. der Antragsteller sowohl Wohnort als auch Arbeitsort in Hessen hat (bzw. zum maßgeblichen Prüfungszeitpunkt hatte).
Für Antragsberechtigte, die ihre Fortbildungsprüfung vor der fachlich und örtlich zuständigen Stelle in Hessen abgelegt haben, gilt weiterhin, dass ihr Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung oder zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses in Hessen liegen muss. Dies gilt ebenso für Antragsberechtigte, deren Fortbildungsprüfung im betreffenden Jahr in Hessen nicht abgenommen wurde und die ihre Fortbildungsprüfung deshalb vor einer fachlich zuständigen Stelle in einem anderen Bundesland abgelegt haben.

Antragsverfahren

Mit dem Versand der Prüfungszeugnisse weist die IHK ihre Absolventinnen und Absolventen auf die Möglichkeit hin, die Prämie zu beantragen.
Der Antrag ist innerhalb einer Frist von sechs Wochen, ab dem Datum des Prüfungszeugnisses (Feststellung des Prüfungsergebnisses), auf der Website des Hessischen Industrie- und Handelskammertages einzureichen. Dort wird eine Selbsterklärung zum Wohn- und Beschäftigungsort der Antragstellerin oder des Antragstellers zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung und zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses verlangt. Außerdem muss eine Kopie des Prüfungszeugnisses als Upload beigefügt werden.
Die Anträge werden vom Hessischen Industrie- und Handelskammertag bearbeitet.

Auszahlung

Die Auszahlung der Prämie erfolgt in der Regel zehn bis vierzehn Wochen nach Antragstellung.

Hintergrund

Mit der Aufstiegsprämie sollen finanzielle Anreize dafür geschaffen werden, dass sich Fachkräfte zu einer beruflichen Aufstiegsqualifizierung entschließen und damit die eigene Qualifikation stärken. Auf diese Weise sollen Fach- und Führungskräfte für den Wirtschaftsstandort Hessen gesichert werden. Gleichzeitig soll der Erwerb eines Fortbildungsabschlusses auf DQR-Niveau 6 oder 7 als attraktives Weiterbildungsziel, das zu einer akademischen Ausbildung gleichwertig ist, gefördert und gestärkt werden.
Ab dem Jahr 2019 gewährt das Land Hessen die Aufstiegsprämie für alle öffentlich-rechtlichen Fortbildungsprüfungen, die im Berufsbildungsgesetz geregelt sind. Voraussetzung ist, dass die Prüfung von der Bund-Länder-Koordinierungsstelle für den Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) dem DQR-Niveau 6 oder 7 zugeordnet und vor der zuständigen Stelle abgelegt worden sind.

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